Das Rhönschaf - vor 150 Jahren urkundlich erwähnt

Das Rhönschaf ist eine der ältesten Nutztierrassen Deutschlands.
Die erste namentliche Erwähnung war im Jahre 1844. in den Akten des Fuldaer Hochstiftes heißt es:
Das gewöhnliche Schaf des Rhönlandbauers ist ein gemeines deutsches Schaf in einer eigentümlichen Art, welches auch im Ausland
unter dem Namen Rhönschaf bekannt ist.

Es ist gelb-weiß mit einem schwarzen Kopf ohne Hörner, hat eine grobe wenig gekräuselte, wenig elastische Wolle.
Auch ist es von mittelgroßem Körperbau und Mastfähigkeit.
Es ist die einzige Rasse mit weißen Beinen und bis hinter die Ohren unbewollten Kopf.

Es ist jedoch ziemlich sicher, dass das Rhönschaf schon wesentlich früher - vermutlich seit dem 16. Jahrhundert in ähnlicher Form
bestand. Aus jener Zeit (1548) stammt auch die älteste gefundene Schäfereiordnung der Rhön, aus der Stadt Tann.

Berühmt wurden die Schafe der Rhön als Kaiser Napoleon 1813 durch ein Gefecht beim Rückzug aufgehalten wurde, und von deren
Fleisch zu essen bekam. Er veranlasste den Import von Schlachttieren durch Wanderherden aus der Rhön bis nach Paris.
Die Schafe aus der Rhön bekamen den Namen (mouton de la reine) Königliches Schaf. Leute die der französischen Sprache nicht so
mächtig waren nannten es Schaf aus der Rhön. (Rhönschaf)

Es sind genügsame Tiere. Die Zahl der Lämmer pro ablammung liegt bei ca. 1,5 Stück (meine Erfahrung). Die Geburten verliefen bisher
immer problemlos.

Meine Rhönschafe waren noch nie krank.
Moderhinke ist auch noch nicht aufgetreten.
Klauenpflege ist nur selten notwendig. (Kommt auch auf die Weide an).

Meine Tiere weiden sogar in einer Tannenbaumkultur, und haben bis jetzt noch keine Neigung zum Verbiss gezeigt.

Das umsetzten zu anderen Weidekoppeln besorge ich ohne Hund nur mit einer Tüte trockenem Brot .

In der Zeit, wenn die Lämmer geboren werden und bei extremem Frost, langem Regen oder Schnee sind die Muttertiere mit Jungen in
einem offenen Stall untergebracht.